Active Tracking im Gerätemanagement - zamics (2024)

Wie funktioniert Active Tracking?

Active Tracking basiert auf zwei Haupttechnologien: Bluetooth und GPS. Beim Bluetooth-Tracking sendet der Tracker in der Basisstufe keine Signale selbst, sondern wird über Antennen ausgelesen. Diese Antennen können entweder stationär, im Fahrzeug oder sogar im Handy integriert sein. Die Technologie Bluetooth (BLE) bietet den Vorteil einer schnellen Informationsübertragung und ist kaum fehleranfällig, da menschliche Eingriffe minimiert werden.

Neben der Bluetooth-Technologie können auch GPS-Tracker als aktive Tracker eingesetzt werden: Anna Hudalla: „GPS-Tracking erlaubt es den Assets, autark von Gateways zu senden. Der Einsatz von GPS-Trackern lohnt sich besonders für teure und bewegliche Geräte, da GPS eine noch präzisere Verfolgung als BLE ermöglicht. Der persönliche Einsatz für die Mitarbeitenden wird hier am wenigsten gebraucht.“ Das spart wichtige Ressourcen. „NFC-Transponder und QR-Codes sind schließlich immer nur so gut wie ihre Anwender”, bestätigt auch Anna. Allerdings sind die Kosten für GPS-Tracker im Vergleich zu Bluetooth-Trackern und vor allem NFC und QR-Codes deutlich höher.

In diesem Blog-Beitrag zeigen wir, wie zamics und NaBI Baustellen per GPS vernetzen

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Bild: Passives und aktives Tracking für unterschiedliche Anwendungsbereiche in der Geräteverwaltung

Welche Vorteile bietet Active Tracking?

Einer der wichtigsten Vorteile des aktiven Trackings ist, insbesondere im Vergleich zu passiven NFC-Transpondern, die Effizienz. Schließlich läuft der gesamte Prozess der digitalen Geräteverwaltung automatisch ab, was eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet. Es müssen lediglich die Basisdaten im System hinterlegt werden. Zudem bietet Active Tracking durch die kontinuierliche Standortüberwachung einen hohen Schutz vor Diebstahl, wodurch Verluste vermieden werden können. Außerdem erfassen und liefern die Tracker neben der präzisen Lokalisierung auch wertvolle Daten zu Arbeitsstunden, Temperatur und Feuchtigkeit. Daten, die eine umfassende Überwachung und Analyse ermöglichen. „Die Möglichkeit, ohne Zeitaufwand immer über den Standort und Zustand von Geräten informiert zu sein, ist ein sehr großer Vorteil“, betont auch Anna.

Darüber hinaus verbessert die kontinuierliche Datenerfassung per Active Tracking die Transparenz und unterstützt die Optimierung von Abläufen. Die detaillierten Berichte tragen so dazu bei, dass bessere Entscheidungen getroffen werden, in deren Folge die Effizienz und Sicherheit weiter steigen.

Lesen Sie hierzu auch gerne unseren Blog-Beitrag Effizientes Gerätemanagement am Bau

Wo kommt Active Tracking zum Einsatz?

Der Einsatz von Active Tracking ist besonders für bestimmte Branchen und Arbeitsbereiche wertvoll. In der Logistik optimiert es beispielsweise die Sendungsverfolgung und trägt so entscheidend zur Effizienz bei. In der Geräteherstellung ermöglicht Active Tracking die Überwachung von Maschinen und Anlagen, was zu einer längeren Lebensdauer und geringeren Ausfallzeiten der Geräte führt. Im Schalungs- und Gerüstbau hilft die Technologie dabei, das Equipment stets im Blick zu behalten und die Sicherheit auf Baustellen zu erhöhen. Darüber hinaus spielt das aktive Tracking eine entscheidende Rolle bei der pünktlichen Lieferung (On Time Delivery), indem es sicherstellt, dass Waren termingerecht ankommen. Ein Faktor, der sich direkt positiv auf die Kundenzufriedenheit auswirkt.

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Bild: GPS (links) und BLE (rechts) sind aktive Tracking-Lösungen

Was sind die Herausforderungen beim Active Tracking?

Wie bei jeder Technologie gibt es auch beim Active Tracking einige Herausforderungen zu bewältigen. Eine davon ist die Bluetooth-Signalstärke. Warum das so ist, erklärt Anna: „Signale können durch Hindernisse wie Metall und Wasser abgelenkt werden, was zu einer verminderten Genauigkeit führen kann. Daher ist eine sorgfältige Validierung der Geräte im Feld unerlässlich. Das ist wichtig, um sicherzustellen, dass sie unter den spezifischen Bedingungen zuverlässig arbeiten.“

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Batterielaufzeit bei GPS-Trackern. Denn durch die vergleichsweise geringe Batterielaufzeit der GPS-Tracker erhöhen sich sowohl die Kosten als auch der Wartungsaufwand. Regelmäßiges Aufladen oder der Austausch von Batterien können bei großflächigem Einsatz zu einem erheblichen Aufwand führen. Schließlich sind eben auch die Kosten ein entscheidender Faktor. GPS-Tracker sind teurer als Bluetooth-Tracker. Während ein GPS-Tracker etwa 150 Euro kostet, liegen die Preise bei BLE bei etwa 20 Euro pro Tracker.

Trotz dieser Herausforderungen setzen bereits rund 20 Prozent der Unternehmen auf die Nutzung von GPS-Trackern. Die Vorteile einer noch präziseren Lokalisierung sowie einer umfangreicheren Datenerfassung rechtfertigen für sie die höheren Ausgaben.

Unter Funktionen finden Sie eine Übersicht der verfügbaren Tracking-Lösungen

Digitale Geräteverwaltung mit Active Tracking bei zamics

Durch den Einsatz modernster Technologien bietet zamics verschiedenen Branchen wie Logistik, Geräteherstellung und Bauwesen maßgeschneiderte Lösungen für die digitale Geräteverwaltung. Das zamics System integriert neben NFC nahtlos Bluetooth- und GPS-Tracking und ermöglicht so eine umfassende Überwachung und Verwaltung von Arbeitsmitteln. Mit einer benutzerfreundlichen App und den diversen robusten Hardwarekomponenten hilft zamics den Unternehmen, ihre Prozesse zu optimieren, die Sicherheit zu erhöhen und ihre Betriebskosten zu senken. Anna Hudalla bringt die Vorteile auf den Punkt: „zamics ermöglicht die individuell gewünschte nahtlose Integration von NFC-Transpondern, QR-Codes sowie von BLE- und GPS-Trackern. Der Kunde kann seinen Gerätepark so ausstatten, wie er es braucht. Dies ist ziemlich einzigartig.“ So gewährleistet zamics immer eine kontinuierliche Anpassung an die Bedürfnisse seiner Kunden.

Wie funktioniert zamics? Das zeigen Ihnen unsere kurzen Video-Tutorials

Anwendungsfälle für Active Tracking in der Praxis

Ein typisches praxisnahes Beispiel für den Einsatz von Active Tracking ist die Verfolgung von Anhängern, Fräsen und Motorsägen über verschiedene Hallen hinweg. So können Unternehmen genau sehen, wo sich welches Gerät befindet. Ein Bauhof kann mit Bluetooth-Antennen ausgestattet, große Baustellen können mit Handys ausgelesen werden.

Ein spezifischer Fall für zamics war der Einsatz von GPS-Trackern für Kühlungsanhänger, da diese besonders teuer sind. GPS bietet hier den Vorteil, ein Bewegungsprotokoll zu erstellen, das besonders unter freiem Himmel sehr genau funktioniert. Das spielt vor allem für die Gerätesicherung eine große Rolle.

Hier in diesem Blog-Beitrag lesen Sie, welche Potentiale unser Co-Founder Christian in der vernetzten Baustelle sieht

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Bild: NFC-Transponder an einem Anhänger der Zeppelin Baumaschinen GmbH

GPS-Tracking mit zamics bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH

Bereits im Januar haben wir in einem Blogartikel über die Reise unseres Vertriebsmanagers Markus Seibert zu Standorten der Zeppelin Baumaschinen GmbH (ZBM) berichtet. Die Sicherheitsbeauftragten der Servicestation in Erlangen, Stefan Reichert und Stefan Schneider, waren hochzufrieden mit dem System von zamics, mit dem sie schon damals über 350 Assets per NFC-Transponder digital verwalteten.

Beide zeigten großes Interesse an der GPS-Technologie. Deshalb startete Ende 2023 ein GPS-Test mit einem der zahlreichen Anhänger aus dem Bestand. Grund dafür war der Wunsch nach einer Lösung für die große Herausforderung der Mitarbeitenden, im Berufsalltag den Überblick über den Einsatz der Anhänger zu behalten. An der Servicestation wird täglich viel Zeit und damit auch Geld für die Suche nach Geräten verwendet. Ziel der Testphase war es daher, durch das Tracking zu jeder Zeit volle Transparenz über die Einsatzorte des Anhängers zu erhalten.

Der GPS-Tracker im Praxistest

Für die Testphase wurde einer der Anhänger der Zeppelin Baumaschinen GmbH mit einem GPS-Tracker ausgestattet. „Für uns war der GPS-Test interessant, weil wir rund neun Anhänger im Umlauf haben. Die Suche nach den Geräten ist oft anspruchsvoll, auch, weil sie häufig von Monteur zu Monteur weitergegeben und vereinzelt auch mal beim Kunden abgestellt werden“, berichtet Stefan Schneider. Dass der Überblick über die eingesetzten Anhänger schnell verloren geht, ist kein Wunder. Schließlich sind am Standort über 30 Techniker und viele Serviceberater im Einsatz und die Geräte werden immer mal wieder weitergegeben. „Für uns war die Möglichkeit des GPS-Trackings eine sinnvolle Variante, um die tägliche Sucherei und das Nachtelefonieren zu vermeiden“, sagt Stefan Schneider.

Die Testphase wurde Ende 2023 mit dem von Markus bereitgestellten Tracker und einem Anhänger begonnen. Für die Servicestation waren die Sicherheitsbeauftragten Stefan Reichert und Stefan Schneider involviert. Der Tracker wurde von einem Mitarbeiter der Servicestation verbaut und digital mit dem zamics System verbunden.

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Bild: Stefan Schneider am Anhänger

GPS-Tracking für Sicherheit und Transparenz vor Ort

Nach Abschluss der Testphase ist Stefan Schneider zufrieden: „Der Einsatz des Trackers lief bis jetzt sehr positiv. Die Suche ist definitiv einfacher geworden. Ich logge mich in das System von zamics ein, mache die GPS-Daten auf und sehe direkt, wo der Anhänger steht. Dann rufe ich vor Ort an und kann mit dem am nächsten verfügbaren Techniker direkt Einsätze und Übergaben vereinbaren.“

Positiv beschreibt Stefan Schneider auch, dass der Anhänger kein einziges Mal entwendet wurde. Diebstahl von Geräten ist nämlich ein großes Thema auf Baustellen und an anderen Einsatzorten, da die Geräte in der Regel sehr teuer sind. Stefan Schneider: „Wenn der Anhänger wirklich mal geklaut werden sollte und nicht gleich gefunden wird, kann ich digital nachverfolgen, wo er sich gerade befindet.“ Die GPS-Technik bietet für Stefan Schneider daher auch eine effektive Möglichkeit der Diebstahlprävention.

Transparenz und Diebstahlschutz sprechen für sich. Hinzu kommt die nutzerfreundliche Bedienbarkeit. Stefan Schneiders Fazit zum Abschluss der Testphase fällt entsprechend klar aus: „Einfache Technik, einfach zu verbauen, einfach in der Handhabung.“

Lösung für die Zukunft: Ausstattung aller Anhänger mit Active Tracking?

Nachdem die erfolgreiche Ortung des Anhängers für eine spürbare Erleichterung der Mitarbeitenden gesorgt hat, sollen nun auch die anderen Geräte am bayerischen Standort mit GPS ausgestattet werden. „Plan ist, dass wir alle unsere Anhänger mit GPS-Trackern ausrüsten wollen, um die Nachverfolgung zu gewährleisten“, berichtet Stefan Schneider.

Wir von zamics freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm und seinen Kollegen der Zeppelin Baumaschinen GmbH.

Was bringt die Zukunft für die Ausbreitung von Bluetooth und GPS?

Da die Hardwarekosten kontinuierlich sinken, sind die Zukunftsaussichten für Active Tracking entsprechend gut. Die technische Entwicklung ermöglicht es Unternehmen, immer mehr Arbeitsmittel mit Trackern auszustatten, was die Produktivität in zahlreichen Branchen weiter verbessern wird. „Wir erwarten, dass in Zukunft immer mehr Geräte mit wechselbaren Batterien anstelle von vergossenen Batterien ausgestattet werden. Das wiederum wird die Lebensdauer und Flexibilität der Tracker erhöhen“, prognostiziert Anna Hudalla.

Mit der technischen Weiterentwicklung werden die Tracker dann auch in der Lage sein, noch mehr Daten zu erfassen und zu analysieren. Dies wird die Überwachung und Wartung von Geräten verbessern und auch wertvolle Einblicke in Betriebsabläufe und Arbeitsbedingungen bieten. Darüber hinaus wird die Integration von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen die Datenverarbeitung und Entscheidungsfindung weiter optimieren.

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Bild: Die Baustelle der Zukunft ist digital vernetzt

Wie 5G Active Tracking unterstützen wird

Ebenso förderlich für die zukünftige Ausbreitung von Active Tracking ist die zunehmende Verbreitung und Verbesserung von Netzwerktechnologien wie 5G. Diese neuen Netzwerke werden die Datenübertragungsgeschwindigkeit und -zuverlässigkeit erheblich steigern. Dadurch wird schließlich eine noch präzisere und zeitnahe Verfolgung von Geräten und Gütern möglich.

Technische Entwicklungen, die sich sicherlich allesamt positiv auf die digitale Geräteverwaltung und das Prüfmanagement mit zamics auswirken.

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Author: Jerrold Considine

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